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BLECH/ROHRE/PROFILE
12/2011 Dezember
 
 
 Die neue TruLaser 5040 fiber bietet mit einem Arbeitsbereich von 4 x 2 m noch mehr Flexibilität bei den bearbeiteten Blechformaten als die TruLaser 5030 fiber<br>
Die neue TruLaser 5040 fiber bietet mit einem Arbeitsbereich von 4 x 2 m noch mehr Flexibilität bei den bearbeiteten Blechformaten als die TruLaser 5030 fiber
(Bilder: Trumpf)
 Zur Intech 2011 präsentierte Trumpf neue Folien, die nicht extra abgedampft werden müssen und so die Geschwindigkeitsvorteile der TruLaser 5030 / 5040 fiber voll ausspielen<br>
Zur Intech 2011 präsentierte Trumpf neue Folien, die nicht extra abgedampft werden müssen und so die Geschwindigkeitsvorteile der TruLaser 5030 / 5040 fiber voll ausspielen

Starke Festkörperlaser

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Mit einem 5-kW-Laser auf der TruLaser 5030 fiber und der neuen, längeren TruLaser 5040 fiber stellt Trumpf auf der Hausmesse Intech den Scheibenlaser in den Mittelpunkt. Mit dem Verfahren CoolLine sind zudem qualitativ gute Schnitte auch in dicken Stahlblechen möglich.

Die reale Wirtschaft schreibt Erfolge, während die Finanzwirtschaft von einem Desaster ins nächste schlittert. Auf die Entkopplung beider Bereiche hat Mathias Kammüller während des Pressegespräch zur Intech, der Hausausstellung der Trumpf GmbH deutlich hingewiesen. Mehr als 3000 Besucher kamen zur Ausstellung und sorgten für ein neuerliches Rekordergebnis, wie Trumpf im Nachhinein bestätigt ohne Zahlen zu nennen.


Internationales Publikum

Im Zentrum standen die 2D-Festkörperlasermaschinen von Trumpf, die sich mittlerweile etabliert haben. Allen voran die TruLaser 5030 fiber. Die Baureihe der Laserschneidanlage, die für dünnes Blech und hohe Stückzahlen besonders gut geeignet ist, wird zukünftig um eine längere und breitere Schwestermaschine, die TruLaser 5040 fiber ergänzt. Mit einem Arbeitsbereich von 4 x 2 m bietet sie den Anwendern mehr Flexibilität bei den eingesetzten Blechformaten.

Beide Maschinenmodelle, TruLaser 5030 fiber und 5040 fiber, sind künftig zudem mit einem 5 kW-Festkörperlaser lieferbar – eine absolute Neuheit im Markt. Dadurch erhöhen sich nicht nur die bearbeitbaren Blechdicken, sondern auch die ohnehin schon hohen Schneidgeschwindigkeiten.

„Der Einsatz des Festkörperlasers TruDisk 5001 ist eine wichtige Innovation auf diesen Maschinen. Denn dank der höheren Laserleistung bearbeiten sie das Material nun bis zu fünfmal so schnell und verbrauchen deutlich weniger Energie als CO2-Lasermaschinen mit der gleichen Leistung", so Mathias Kammüller, Vorsitzender des Trumpf Geschäftsfelds Werkzeugmaschinen. Das reduziert die Tafelzeiten – je nach Geometrien– um bis zu 50 Prozent und senkt die Teilekosten signifikant. Dabei schneiden die Maschinen nicht nur Bau- oder Edelstahl und Aluminium wirtschaftlich, sondern auch Buntmetalle wie Kupfer oder Messing und mit einem neuen Schneidpaket auch Titan und Titanlegierungen.

Um die Geschwindigkeitsvorteile des Festkörperlasers in jedem Fall voll ausnutzen zu können, präsentierte Trumpf zur Intech 2011 eine weitere Neuerung: Folien, die nicht extra abgedampft werden müssen. Dünnblech ist nämlich häufig foliert und musste bisher in der Festkörperlaserwelt vom Schneidkopf zweimal abgefahren werden, um zunächst die Folie und dann das Blech zu trennen. Seit kurzem bietet die Firma Novacell eine eigens entwickelte Festkörperlaser-Folie an, die auf diese Sonderbehandlung verzichten kann. Trumpf hat gleichzeitig die passenden Schneiddaten im Programm, so dass es künftig annähernd keine Unterschiede zwischen dem Schneiden folierter und nicht folierter Dünnbleche mehr geben wird. Die neue Folie kann im Übrigen auch problemlos von CO2-Maschinen bearbeitet werden.

Die TruLaser 5030 fiber hat in den letzten Monaten weltweit diverse Design- und Konstruktionspreise gewonnen. Die Juroren begründeten ihre Wahl unter anderem damit, dass sich die Maschine mit dem von Trumpf selbst hergestellten TruDisk Laser als sehr nutzerfreundlich, schnell und präzise erwiesen habe. In Verbindung mit Funktionen wie Ein-Schneidkopf-Strategie und automatischem Düsenwechsler erfülle sie die aktuellen Bedürfnisse der Fertigungsindustrie nach Produktivitätssteigerung und Kostenreduzierung. Auch das übersichtliche, ergonomisch einstellbare Bedienpult, die großzügige Sicherheitsverglasung und die moderne Maschinengestaltung wurden lobend erwähnt.

Mit einer speziellen Technik wird zudem der Einsatz des Festkörperlasers auch für dickere Bleche möglich.


Dicke Bleche sauber schneiden

Filigranere Teile in dickem Baustahl lassen sich mit hoher Prozesssicherheit und engen Schachtelungen mit dem System Cooline erzeugen. CoolLine steht für die gezielte Kühlung des Werkstücks während des Schneidens und erhöht die Prozesssicherheit bei der Bearbeitung von dickem Baustahl. Während der Bearbeitung sprüht der Schneidkopf mit speziellen Düsen einen Wassernebel kreisrund um den Laserstrahl auf das Werkstück. Die Verdampfungsenergie des Wassers bewirkt, dass das Material um den Laserstrahl gekühlt wird. Dadurch bleibt die Temperatur während des Schneidprozesses nahezu konstant - neue Geometrien werden möglich und die Maschine kann bisher kritische Anwendungen mit einer höheren Prozesssicherheit schneiden.


40 Jahre Laser bei Trumpf

Im Mai 1960 zündete Theodore H. Maiman den ersten Laserblitz und bereits im folgenden Jahrzehnt legten die Ingenieure bei Trumpf den Grundstein für die Laserentwicklung in Ditzingen. Heute ist der Laser aus der industriellen Produktion nicht mehr wegzudenken. Trumpf hat zu dieser Entwicklung wesentlich beigetragen und viele industrielle Anwendungen überhaupt erst für den Laser erschlossen. Den 40 Jahren Laserentwicklung bei Trumpf trägt das Unternehmen mit einer interessanten Ausstellung Rechnung. Dabei steht und stand nach Peter Leibinger, Vorsitzender des Trumpf Geschäftsfelds Lasertechnik, immer im Vordergrund, die Spitzentechnologie in der Produktion nutzbar zu machen. Die richtige Maschine für die richtige Technik.

Meilensteine der Entwicklungen von Trumpf für den Lasermarkt waren unter anderem die im Jahr 1979 vorgestellte erste kombinierte Stanz-Laser-Maschine mit damals noch zugekauften 500- und 700-Watt-CO2-Lasern. Acht Jahre zuvor hatte der Uhrenhersteller Carl Haas in Schramberg bereits die Eignung des Lasers für die feinen Anwendungen der Uhrmacherei erkannt und den ersten Festkörperlaser gebaut. Da Haas heute zu Trumpf gehört, beginnt damit die Laser-Zeitrechnung des Unternehmens.

Im Jahr 1985 brachte Trumpf den ersten selbst entwickelten und produzierten CO2-Laser TLF 1000 als Laserhersteller auf den Markt und Haas präsentierte das erste Laserlichtkabel für den industriellen Einsatz. Nur zwei Jahre wurde mit der Trumatic L 3000 die erste Laserflachbettmaschine mit fliegender Optik vorgestellt.

1995 erweiterte das Unternehmen das Produktprogramm um Verfahren wie Laserschweißen und Rohrbearbeitung und setzte erstmals einen Festkörperlaser für die Bearbeitung dünner Bleche ein.

Heute sind weltweit etwa 20 000 CO2- und 15 000 Festkörperlaser von Trumpf im Einsatz.

„Das Werkzeug Laser ist auch 50 Jahre nach der Erzeugung des ersten Laserblitzes und 40 Jahre nach seinen ersten industriellen Gehversuchen bei Trumpf jung geblieben“, resümiert Peter Leibinger. „Noch immer werden für CO2- wie Festkörperlaser ständig neue Einsatzmöglichkeiten gefunden.“



Trumpf GmbH + Co. KG
D-71254 Ditzingen
Tel.: +49 7156 303-31559
Internet: www.trumpf.com
 
 
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