
Weihnachtskugeln im Mikrokosmos
Überraschung im Rasterelektronenmikroskop: Die bis zu 20 Mikrometer kleinen Weihnachtskugeln, an denen vereinzelt winzige Schneeflocken haften, entstanden eher zufällig bei der Herstellung eines Mikrosiebes am Institut für Chemie der TU Chemnitz. Chemikerin Kerstin Gläser dachte sofort an Weihnachtskugeln, als sie bei der Herstellung eines sogenannten Mikrosiebes durch das Rasterelektronenmikroskop blickte. Bei der Herstellung des Mikrosiebes im Labor werden winzig kleine Glaskugeln auf eine Wasseroberfläche ausgebreitet und mit einem Polymer überschichtet. Anschließend wird dieses Kunstharz ausgehärtet und die Glaskugeln wieder entfernt. Dabei lagerten sich schwerlösliche Salze in einer Pore des Mikrosiebs ein. Anstatt einer freien Pore entstanden so zahlreiche Weihnachtskugeln. Mit dem Foto sind die winzigen Weihnachtskugeln jetzt für jeden zu bestaunen. Fazit der Chemikerin: Weihnachten herrscht überall – auch im Mikrokosmos.
