

Lasertechnik eröffnet neue Kundenkreise
Keller Metallbau hat trotz Krise und schwieriger Situation als eines der ersten Unternehmen in eine TruLaser 3030 investiert. Damit baut der Zulieferer konsequent seine Fertigungsmöglichkeiten aus und erschließt neue Kundenkreise.
Die Keller Metallbau GmbH, Endingen, ist mit der größten Investition in der Geschichte des Unternehmens ins neue Jahr gestartet. Für ein Investitionsvolumen von 650 000 EUR hat der Spezialist für Blechbearbeitung eine vollautomatische 2D-Laserschneideanlage erworben, die rund um die Uhr Blechteile bearbeiten kann. „Wir wollen uns damit neue Kundenkreise erschließen und uns stärker auf die Fertigung von Baugruppen mit höherer Wertschöpfung konzentrieren“, erklärte Harald Keller, Geschäftsführer des Unternehmens. Keller zeigt sich mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2009 zufrieden: Trotz der krisenhaften Entwicklung in der deutschen Industrie konnte Keller Metallbau den Umsatz um fünf Prozent steigern.
Harald Keller sieht sich durch die stabile Entwicklung im vergangenen Jahr in der Neuausrichtung bestätigt: „Wir haben unser Fertigungsspektrum deutlich erweitert und dadurch viele neue Kunden gewonnen.“ Vor allem im Bereich der Medizintechnik verzeichnete Keller eine rege Nachfrage. Das sei umso wichtiger gewesen, als viele Kunden aus der Zeit der Vorkrise inzwischen weggefallen sind, betont der Firmenchef.
Mit der neuen 2D-Laserschneideanlage TruLaser 3030 NEU mit integrierter Rohrlaserschneideeinrichtung zählt Keller Metallbau zu den ersten Kunden des Herstellers Trumpf, die diese neue Generation der erfolgreichsten 2D-Laserschneidemaschine der Welt, in Deutschland einsetzen. Keller Metallbau will mit dieser Investition seinen Kurs zu mehr Produktivität und Qualität konsequent fortsetzen. „Die neue Anlage kann sich selbst bestücken, selbst bemessen und sortieren“, betont Keller den Vorteil der Investition. Sie erlaube eine noch präzisere und schnellere Bearbeitung der Blechstücke und garantiere eine höhere Qualität der fertig gestellten Produkte. Die Maschine ist mit einem TruFlow 4.000 CO2-Laser ausgestattet, der 4000 Watt Leistung ins Blech bringt. Mit ihm können 20 Millimeter dicker Baustahl, 15 Millimeter dicker Edelstahl und 10 Millimeter dickes Aluminium mit Blechformaten bis 1500 x 3000 Millimeter geschnitten werden. Dabei wird das gesamte Blechdicken-spektrum mit ein und demselben Schneidkopf bearbeitet werden, was Nebenzeiten spart. Mehr Produktivität bringen auch die höheren Achsengeschwindigkeiten aufgrund schnellerer und zuverlässiger Antriebe.
Für Harald Keller ist die neue Technologie eine Voraussetzung, um höherwertige Aufträge zu erhalten und eine kontinuierliche Auslastung seines Betriebes zu gewährleisten. „Wir entwickeln uns damit weiter zu einem Hersteller fertiger Produkte.“ Auch die Finanzierung des Investitionsvolumens sei trotz der Finanzkrise kein Problem gewesen: „Die Sparkasse hat ohne Probleme mitgezogen“, lobt Keller die Zusammenarbeit mit dem Kreditinstitut.
Die Auftragslage hat sich zu Jahresbeginn weiter spürbar verbessert. Ein erster Höhepunkt in diesem Jahr war die Fertigstellung des Leuchtturms und Hebekrans für den isländischen Themenbereich des Europa-Parks in Rust. Der rund 10 Meter hohe Turm, eine neue Attraktion im Hafenbereich von „Whale Adventures – Splash Tours“, ist komplett aus Blech erstellt: „Das zeigt, das die modernen Technologien bei der Bearbeitung von Blech fast keine Grenzen mehr kennen“, sagt Keller.
Das Unternehmen
Die Keller Metallbau GmbH mit Sitz in Endingen hat sich in ihrer hundertjährigen Geschichte über vier Generationen hinweg zu einem Metallbearbeitungsbetrieb mit moderner Fertigungstechnik entwickelt. Das Leistungsspektrum umfasst die klassische Blechbearbeitung, die computergesteuerte Blech- und Rohrbearbeitung – wie Laserschneiden, Stanzen, Abkanten, Nibbeln und Umformen – bis hin zur abschließenden Oberflächenbearbeitung sowie dem Laserschweißen und Laserbeschriften.
Seit dem Jahr 2003 wird das Unternehmen vom 31-jährigen Harald Keller geführt, der das Unternehmen zu einem Zulieferer und Lohnfertiger der Industrie ausgebaut hat.
Seit den 90er Jahren hat das Unternehmen mit Investitionen von rund 4,5 Millionen EUR den Wandel vom Handwerksbetrieb zum industriellen Zulieferbetrieb bewältigt. Entscheidende Investitionen waren unter anderem eine CNC-Stanzanlage im Jahr 2007, eine CNC-Maschine zur Oberflächenveredelung 2008 und 2009 eine Laserschweißmaschine sowie eine Laserbeschriftungsanlage. Das Personal wurde in der Zeit zwischen 1996 und 2008 von zwölf auf 30 Mitarbeiter erhöht. Das Unternehmen produziert heute auf einer Fläche von mehr als 4500 Quadratmetern.
Mit dem breiten Fertigungsspektrum können Stahl, Edelstahl, Aluminium und verzinkte Materialien schnell, präzise und wirtschaftlich verarbeitet werden. Eine überschaubare Betriebsgröße, innovative Fertigungstechnologien sowie ein großes Verbrauchsmateriallager verschaffen dem mittelständischen Unternehmen die notwendige Flexibilität als Zulieferer und Lohnfertiger.
Wöllinger Straße 3+5
D-79346 Endingen
Tel.: +49 7642 90737-0
Internet: http://www.keller-metallbau.de
