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Lasergestütztes Lochen

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November 2014 — Eine vom Fraunhofer IPT entwickelte, lasergestützte Methode ermöglicht es, Bleche aus hochfesten Edelstählen – zum Beispiel aus dem Werkstoff 1.4310 – mit außergewöhnlich kleinen Löchern wirtschaftlich in Serie herzustellen. Unmittelbar vor dem Stanzen wird dazu das Blech mit einem Laserstrahl lokal erwärmt und dann gestanzt.

Die Lochanstalt Aherhammer hat das Verfahren nun zur Herstelleung von Lochblechen aus hochfestem Edelstahl mit Rund- und Langlöchern mit Durchmessern von 0,6 mm respektive 0,6 x 3,0 mm in 0,6 mm Edelstahl eingesetzt. Gelocht werden die Bleche dabei Normalschneidverfahren in traditionellen Folgeverbundwerkzeugen mit integriertem „hy-Press System Upgrade“.

Im Auftrag der Lochanstalt Aherhammer hat das Fraunhofer IPT das am Institut entwickelte hy-PRESS System für das laserunterstützte Stanzen von Blechen in Folgeverbundwerkzeugen angepasst. Das Verfahren ermöglicht das Arbeiten „vom Coil“. Beim hy-Press System wird der Brennpunkt eines fasergekoppelten Hochleistungs-Diodenlasers mit einem Strahlablenkungssystem an die zu bearbeitenden Stellen gelenkt.

Dabei erwärmt sich das Blech innerhalb von wenigen Hundertstelsekunden lokal. Aufgrund des so erhöhten Fließvermögens des Stahls reduzieren sich die Schneidkräfte beim Stanzen um bis zu 80 %, der Glattschnittanteil bei Federstahl (1.4310) steigt auf bis zu 100 %, der Kanteneinzug nimmt um mehr als 60 % ab. Die Bestrahlungsstation wird zwischen den Stanzwerkzeugen eingebaut, ein Umbau der Presse ist nicht erforderlich. So eignet sich das System als Upgrade für bestehende Pressen. Lediglich die Werkzeuge werden so modifiziert, dass der Laserstrahl das Blech an den gewünschten Positionen erreicht.

http://www.aherhammer.de

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