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Kostengünstige Folgewerkzeuge

März 2019 — Mit „Leantool Folgeverbund“ lassen sich Neuwerkzeuge für Teile aus Bandmaterial einfacher realisieren, doppelt so fix fertigen wie bisher und das bis zu 70 % günstiger. Zusammen mit dem Stanzbiegeautomaten „GRM-NC“ bedeutet dies schnelleres „time to market“ und höheren Output.

Schon die Einführung des „Leantool Radial“-Systems war eine Revolution. Mit dem standardisierten Werkzeugbaukasten ließen sich erstmals radial angeordnete Neuwerkzeuge für Servo-Stanzbiegeautomaten in einem einheitlichen Prozess einfacher, schneller und günstiger herstellen. Dieses Erfolgskonzept hat Bihler mit dem „Leantool Folgeverbund“-System nun auf lineare Werkzeuglösungen erweitert. „Es ist die logische Weiterentwicklung des durchgängigen Baukastensystems“, sagt Marc Walter, technischer Verkauf bei Bihler. „Leantool Folgeverbund eröffnet neue Möglichkeiten für die Produktion komplexerer Folgeteile, die sich mit der radialen Variante nicht mehr abbilden lassen.“ Diese erlaube die Fertigung von Stanzbiege- und Drahtbiegeteilen sowie Rundkörpern bis etwa acht Biegeoperationen. Beim Leantool Folgeverbund sind jetzt komplexere Folgeteile mit zwanzig oder mehr Bearbeitungsschritten herstellbar, sagt Walter. 

Beide Systeme – Radial und Folgeverbund – sind gleichwertige Lösungen, die je nach Bauteil zum Einsatz kommen. Gleich ist auch die Logik beider Systeme. So umfasst der neue Leantool Folgeverbund-Baukasten ebenfalls genau definierte Module und Einheiten für den Werkzeugbau. Neben der Werkzeugträgerplatte gehört dazu das Werkzeugmodul, das aus Rohlingen, dem Plattenaufbau und den kleineren Funktionsteilen wie Federpaketen, Befestigungselementen, Krallen und Materialführungen besteht. Mit dabei sind auch die Normalien für die verschiedenen Stößel und Aggregate. Bis zu drei Werkzeugmodule mit Standardlänge je 250 mm lassen sich auf dem Servo-Stanzbiegeautomaten „GRM-NC“ nebeneinander aufbauen. Zusammen mit dem Schnittwerkzeug in der 400-kN-Servopresse ist eine Gesamtwerkzeuglänge von 1420 mm möglich. 

All diese Bausatz-Komponenten bilden die Basis für den Prozess des eigentlichen Werkzeugbaus, der mit der Planung inklusive der einfachen und schnellen Machbarkeitsaussage beginnt. Hier kommt die kostenfreie Web-App „Bihlerplanning“ zum Einsatz. Sie ermöglicht durch den vorgegebenen Werkzeugaufbau eine umgehende, plausible Kalkulation des schlanken Werkzeugs. Im Anschluss erlaubt die klar strukturierte Bihler-Technologiesoftware „bNX“ die einfache und schnelle Konstruktion des Werkzeugs. Die Maschinenumgebung und die Normalien sind vordefiniert und sämtliche Leantool-Normalien sind in CAD-Bibliotheken hinterlegt. 

Bis zu 70 % Normalien

Das Leantool Folgeverbund überzeugt mit seiner geringen Anzahl an Werkzeugkomponenten und einem besonders hohen Standardisierungsgrad. So bestehen bis zu 70 % der benötigten Komponenten aus Normalien. Dadurch lassen sich die Herstellungskosten um bis zu 50 % im Vergleich zu herkömmlichen Werkzeuglösungen reduzieren. Im Anschluss an die Werkzeugherstellung erfolgen die einfache Montage des Werkzeugs auf der GRM-NC, das Einrichten der Anlage und der Start der Produktion. Feinjustierungen lassen sich einfach über die „Vari Control“-Steuerung per Knopfdruck vornehmen. Im Fertigungsalltag punktet das schlanke Werkzeug zudem mit sehr schnellen Werkzeugwechseln zwischen einer halben und einer Stunde. Die GRM-NC hat dazu als neue Basisausstattung universelle Schnellwechsel-Schnittstellen zum Werkzeug.

In summa sei Leantool Folgeverbund die Antwort auf gegenwärtige und künftige Marktanforderungen: mit kürzeren Lebenszyklen der Endprodukte und einer steigenden Variantenvielfalt, resümiert Marc Walter. Für die resultierenden kleineren Stückzahlen biete es enorme Einsparungskosten bei der Werkzeugerstellung, sehr kurze Realisierungszeiten und äußerst schnelle, zu 100 % reproduzierbare Rüstoperationen. „Mit der Kombination aus Leantool Folgeverbund und Servo-Stanzbiegeautomat GRM-NC bringen Anwender neue Folgeteile auch in sehr kleinen Losgrößen und in hoher Variantenvielfalt deutlich schneller und kostengünstiger auf den Markt und sichern sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.“ 

Otto Bihler Maschinenfabrik GmbH+Co. KG
Lechbrucker Straße 15
87642 Halblech
Ansprechpartner ist Marc Walter
Tel: +49 8368 18-0
info@bihler.de
www.bihler.de

 

Leantool Radial

Das Leantool Radial ist eine intelligente Optimierung des bestehenden Bihler-Radialprinzips. Es erlaubt die Fertigung von Stanzbiege- und Drahtbiegeteilen sowie Rundkörpern bis etwa acht Biegeoperationen. Durch die innovativen Features der Servomaschinen (G)RM-NC und der servogesteuerten Biegeaggregate lässt sich die Anzahl der Teile bei einem Leantool Radial-Werkzeug auf ein Minimum reduzieren. Diese Werkzeugteile bestehen zudem aus 70 % Standardteilen, die nicht oder nur leicht nachgearbeitet werden müssen. Dadurch reduzieren sich Herstellungskosten um bis zu 70 % gegenüber herkömmlichen Radialwerkzeugen. Weitere Vorteile der radialen Leantool-Variante: Die Biegeoperationen erfolgen in idealer Walzrichtung, der Materialabfall ist auf ein Minimum reduziert, da Bandbreite gleich Teilebreite. Optimale Biegewinkel sind auf Knopfdruck stufenlos einstellbar. Sowohl für das Leantool Radial als auch für das Leantool Folgeverbund bietet Bihler Beratung und Schulung.

RM-NC/GRM-NC kompatibel zu Bestandswerkzeugen

Mit den Servo-Stanzbiegeautomaten RM-NC und GRM-NC sowie den standardisierten Adaptionsmöglichkeiten von Bihler-Bestandswerkzeugen sparen Anwender viel Zeit und Geld. Vor allem wenn es gilt, kleine bis mittlere Losgrößen effizienter zu produzieren. Denn bei sinkenden Losgrößen steigt die Rüstzeit im Verhältnis zur Gesamtproduktionszeit. Die beiden Bihler-Servomaschinen bieten hier entscheidende Vorteile. Sie sind voll kompatibel zu Maschinen der mechanischen RM- bzw. GRM-Serie. Sämtliche Werkzeuge dieser Maschinentypen lassen sich schnell und einfach adaptieren und optimieren. Dadurch profitieren Anwender von bis zu 80 % reduzierten Rüstzeiten, bis zu dreimal höherem Output und sehr schneller „time to market“.

 

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